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  Bericht vom 10. Pflanzen-Flohmarkt in Borgentreich
  am 8. Oktober 2011

Treffpunkt für Pflanzen-Fans

Zahlreiche Besucher beim zehnten Flohmarkt der Bürgerinitiative am Steinernen Haus

VON THOMAS FUEST

Borgentreich. Rittersporne, Storchenschnäbel und Prachtspieren wechselten am Steinernen Haus den Besitzer. Zum zehnten Mal veranstaltete die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal den Pflanzen-Flohmarkt. Dort erwarteten den Hobbygärtner nicht nur Stauden und Co., sondern auch selbstgemachte Konfitüre oder Fledermaus-Guano.

„Herbstzeit ist Pflanzenzeit“, weiß Ausstellerin Silke Rakel. „Viele Menschen gehen erst wieder im Frühling in den Garten, weil dann alle Pflanzen blühen und das Leben langsam aus der Winterstarre erwacht. Doch für Gehölze und Stauden wie den Storchschnabel ist jetzt die beste Pflanzzeit“, erklärte die Höxteranerin.

FOTO: THOMAS FUEST

Lieblicher Lavendel: Silke Rakel war eine von rund 30 Ausstellern, die ihre Pflanzen beim Borgentreicher Pflanzen-Flohmarkt anbot. Unter anderem verkaufte sie verschiedene Staudenarten und diesen Lavendel. FOTOS: THOMAS FUEST

Verständlich also, dass der Borgentreicher Pflanzen-Flohmarkt auch in diesem Jahr zahlreiche Käufer und Verkäufer anlockte, die sich über ihr Hobby austauschten. „Heute sind rund 30 Aussteller vertreten. Sie kommen aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern extra hier hin, um ihre Pflanzen oder Gartenartikel anzubieten. Viele sind bereits Stammgäste“, freute sich Organisator Klaus Schulz von der Bürgerinitiative.

„Der Dünger ist reich an Stickstoff“
FOTO: THOMAS FUEST

In diesem Jahr wurde den Besuchern des Pflanzen-Flohmarkts etwas ganz Besonderes angeboten: Fledermaus-Guano. „Guano ist ein gängiger Begriff für Seevögel-Exkremente, die als Mineraldünger eingesetzt werden. Der Fledermaus-Guano hat einen entscheidenden Vorteil: Er hat keinen strengen Eigengeruch, da auf der Speisekarte der Fledermäuse keine Fische wie bei den Seevögeln stehen, sondern Früchte und Insekten“, erklärte Dörte Scheffler aus Manrode. „Der Dünger ist reich an Stickstoff und enthält alle Hauptnährstoffe, die die Pflanzen benötigen.“

Am gleichen Stand bot Dörte Schefflers Tochter Alexandra selbstgemachte Konfitüre und Säfte aus den verschiedenen Obst- und Fruchtsorten an. Gegen die Kälte wurde außerdem warmer Apfelsaft gereicht.

Die Besucher des Marktes waren vom Angebot begeistert. „Es ist immer wieder sehr interessant hier. Man findet tolle Pflanzen, die im normalen Fachhandel nicht geführt werden“, sagten Birgit und Axel Lüdke aus Siddessen. „Außerdem erhält man viele nützliche Tipps und bekommt die unterschiedlichen Sorten genau erklärt. Uns hat es besonders die Heuchera angetan, ein Pflanzengattung aus der Familie der Steinbrechgewächse.“


  © 2011 Neue Westfälische
         Warburg, Dienstag 11. Oktober 2011


INFO
Herbstzeit ist Staudenzeit
„Die beste Pflanzzeit für Stauden ist von September bis Oktober und von März bis Mai“, erklärte Stauden-Fan Silke Rakel. Beim Pflanzen sollte man ein ausreichend großes Loch (doppelter Wurzelballen-Durchmesser) ausheben und tiefgründig lockern. Um perfekte Bedingungen zu schaffen, kann der Boden mit Pflanzerde, Kompost oder organischem Dünger verbessert werden. Anschließend wird das Pflanzloch zu einem Drittel gefüllt, die Pflanze eingesetzt und mit guter Erde nachgefüllt. Danach die lose Erde mit beiden Händen andrücken und durchdringend gießen. (tf)